Japansägen

JapansägenIch habe mir bei Feine Werkzeuge einen Satz Japansägen geordert.

Ich hatte vor geraumer Zeit bei ALDI eine Mini-Japansäge gekauft und war recht angetan davon. Also musste ein Set ausgewachsener Sägen her. Den Laden von Dieter Schmid kann ich wirklich nur empfehlen. Dort habe ich ein Anfängerset gekauft. Anfängerset aus dem Grund, weil es a) günstiger als Profi Gerät ist und b) sollte man sich mit den Japansägen erstmal vertraut machen. Sie funktionieren, im Gegensatz zu westlichen Sägen, auf Zug. Damit muss man erstmal klar kommen. Und wenn ich ein Säge zerstören sollte, ist der Verlust nicht so groß.

Japansägen eingepacktDas Sägenset bei Feine Werkzeuge besteht aus drei Sägen. Einer Ryoba Bakuma 250 mm Blattlänge, einer Dozuki „Duo“ für Längs- und Querschnitte, einer Kataba Bakuma für Querschnitte sowie einer Segeltuchtasche für die drei Sägen.

 

Warum Japansägen?

Die Japansäge ist eine Handsäge und das Gegenstück zu der in Europa verbreiteten Feinsäge oder dem Fuchsschwanz. Im Gegensatz zu diesen Sägen arbeitet eine Japansäge auf Zug. Dadurch kann das Blatt wesentlich dünner sein, als bei den herkömmlichen Sägen. Das sort für sehr feine Schnitte bei geringerem Kraftaufwand. Viele der Sägen lassen sich einfach zerlegen und passen dann auch in die Standard Werzeugkoffer oder Sustainer.

Nachteile sind eigentlich nur eine erhöhte Verletzungsgefahr durch die extrem scharfen Zähne, sowie das leichte Abknicken der sehr dünnen Sägeblätter bei schlechter Sägeführung. Da diese Sägen extrem wenig Material wegnehmen und einen sehr schmalen Schlitz erzeugen, kann man seine Schnittrichtung schwer korrigieren. Der Anschnitt sollte also sitzen.

Es gibt verschieden Formen der Japansäge. Ein paar habe ich hier aufgeführt.

  • Dozuki – mit Rücken
    Diese Säge verwendet man, wenn präzise Schnitte bei beschränkter Schnittiefe gefordert sind. Der Rücken unterstützt gerade Schnitte, zum Beispiel bei Zinkenverbindungen.
  • Kataba – einseitig verzahnt
    Die Kataba hat keinen Rücken, kann also für tiefere Schnitte verwendet werden.
  • Ryoba – zweiseitig verzahnt
    Eine Seite mit Dreiecksverzahnung dient dabei ausschließlich Längsschnitten, die andere mit Trapezverzahnung Quer- oder Schrägschnitten im Holz.
  • Kugihiki – die (Holz-)Nagelsäge
    Diese Säge nutzt man für das bündige Abschneiden von z. B. Dübeln. Die Verzahnung ist nicht geschränkt, sodass man die Säge flach auf das Material legen kann.

Meine Erfahrungen mit Japansägen

Ich liebe diese Dinger! Schnell, genau und wenig Kraftaufwand. Zum Ablängen von Latten oder Kanthölzern, wo ich früher die Kreissäge bemüht habe, nutz ich nur noch die Japansägen. Es geht schnell und macht keinen Krach. Wenn das Anfängerset durch sein sollte, kaufe ich auf jeden Fall wieder welche. Unbedingte Empfehlung!

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