Couchtisch No. 1 – Oberflächenbehandlung

Projekt: Couchtisch No. 1

…was bisher geschah…

Teil 3: Oberflächenbehandlung und „Inbetriebnahme“

Kanten spachteln:

Die Sägekanten der MDF Platten, die der Baumarktmann geschnitten hat, sind eigentlich ganz passabel. Man könnte, nach ein bisschen Schleifen, die Kanten direkt lackieren. Die Originalkanten der Platten sehen allerdings furchtbar aus. Ich habe mir angewöhnt, die Kanten zu spachteln und dann zu schleifen. Damit erreiche ich fast Umleimer Qualität. Es gibt sicher andere, eventuell auch bessere Methoden, aber mir passt das so.

Den Spachtel vom Bild kann ich empfehlen. Gut zu verarbeiten und leicht zu schleifen.

Fast fertig, nur noch schleifen.

Lackieren:

Die beiden Ständer und die Bodenplatte werden weiß lackiert. Ebenso die Unterseite der Tischplatte. Warum? Bei der Oberen Platte liegt diese Seite auf der Sitzfläche der Couch auf und da möchte ich nichts Raues haben. Auf der unterne Platte landen sicherlich mal Füße. Dort brache ich also auch eine Fläche, die sich leicht reinigen lässt. Nach langen Überlegen und Sichtung der Beton-Optik Varianten, bin ich zu dem Schluss gekommen, auf die Tischplatte noch einen Glasplatte zu legen. In der Größe mit geschliffenen Kanten ist das beim lokalen Glaser oder Online kein größerer finanzieller Kraftakt.

Vom weiß Lackieren selbst habe ich keine Fotos gemacht. Das bekommt, glaube ich, jeder hin. Ich nehme weißen Innenraum-Lack auf Wasserbasis (stinkt nicht so) und trage den mit einer Schaumstoffrolle auf. Grundierung spare ich mir und lackiere lieber einmal mehr, wenn es denn Not tut. Zwischen dem Lackieren, immer wieder zärtlich schleifen. Die Stellen, wo die Verbindungen sind, einfach abkleben, damit später der Leim dort hält.

Jetzt geht es an die Beton Optik. Hab ich noch nie gemacht, also erstmal an einem Reststück ausprobieren. Ich habe mich – aus Mangel an Alternativen – für eine Wandfarbe von Schöner Wohnen entschieden. Das Zeug ist nicht billig und besteht aus zwei Komponenten. Einmal ein Grundspachtel und einmal Effektspachtel. Die Anwendung sollte banal sein. Grundspachtel auftragen und mit einem Platiskspachtel abziehen. Trocken lassen und mit dem Effektspachtel nachbearbeiten. Sollte…

So sieht das an meinem Probestück aus. Schwer zu fotografieren…

Gefällt mir überhaut nicht! Also neuer Versuch. Diesmal nur per Rolle aufgebracht. Ist langweilig. Also auf einer Hälfte noch mit dem Effektspachtel nachgearbeitet.

Auch nicht der Weißheit letzter Schluss. Wird mir auch zu hell. Also nochmal probieren. Grundspachtel per Rolle und dann zweite Schicht dünn mit dem Spachtel drauf gebracht. Immer noch nicht das, was ich mir vorstelle. Final habe ich mich für die Lösung entschieden, die erste Schicht mit der Rolle drauf zu pappen, das trocknen zu lassen und anschließend noch ein Schicht aufzurollen und diese mit dem Gummispachtel abzuziehen. Das geht so.

   

Die „Ober“-Oberfläche

Die Wandfarbe ist sehr rau und nicht sehr strapazierfähig. Wasserränder sind quasi vorprogrammiert. Für Untersetzer bin ich noch nicht spießig genug, daher die Idee es mit einer Glasplatte zu versuchen. Die Platte habe ich beim Glaser zuschneiden und die Kanten schleifen lassen. Ob das Glas auf der Platte hält, oder rumrutscht, ist allerdings fraglich. Ich bin dann durch den Baumarkt gezogen und hab nach passenden Klemmen gesucht. Gefunden habe ich keine Klemmen, sondern so kleine selbstklebenden Gummi-Nupsis. Die kommen einfach an die Unterseite der Glasplatte und fertig ist.

Ich hatte mit verschiedenen Größen von den Gummidingern experimentiert. Die 12mm Dinger, die ich zurst präferiert hatte, waren mir am Ende zu dick.

 

Also sind es die kleineren 8mm Dinger geworden.

Inbetriebnahme:

So sieht der Tisch fertig aus:

 

 

…und so im Einsatz

    

Fazit:

Schönes Projekt. Hat Spaß gemacht und wird sicher wiederholt. Nur mit der Beton Wandfarbe bin ich nicht sonderlich glücklich. Hier wäre ich für Tipps und Hinweise dankbar.

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